Die Shriners in Europa

Durch die alliierten amerikanischen und kanadischen Soldaten fanden die Shriners während des  2. Weltkriegs schliesslich auch ihren Weg nach Europa.

Als die Alliierten Freimaurer begannen den europäischen, allen voran Deutschen Freimaurern beim Wiederaufbau ihrer Strukturen zu helfen, wunderten sich natürlich einige über ihre Amerikanischen und Kanadischen Brüder, die zu diversen Zeremonien, nebst der üblichen Freimaurerischen Regalia, auch eine doch recht skurrile Kopfbedeckung trugen. Die europäischen Freimaurer kannten die Shriners schlichtweg nicht.

Ausgehend von einer Initiative des „Aahmes“ Tempels aus Oakland, Kalifornien, fand nach dem Krieg, am 8. August 1953 eine Aufnahme von 73 neuen Mitgliedern aus verschiedenen europäischen Ländern sowie Saudi-Arabien, in Heidelberg statt.

 

Sieben Jahre später engagierte sich zudem der „Moslah“ Tempel in Texas für die sogenannte „Oase“, mit Sitz in Heidelberg.

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Der Europäische Shrine Club erlebte in den kommenden 49 Jahren ein ungewöhnliches Wachstum. Nicht weniger als 7.000 neue Nobles wurden in dieser Zeit initiiert und es entstanden 13 neue Oasen in sechs europäischen Ländern sowie auch in Togo, Afrika.

 

Vielfältige Aktivitäten, wie die Teilnahme an Paraden und Umzügen, Golftourniere, Galaabende oder die Austragung des „Shrine Football Bowls“ in Neapel, Italien, erbrachten zahlreiche Spendengelder, für die karitativen Tätigkeiten der Shriners.

 

Mit dem Fall der Mauer und den damit verbundenen Umgestaltungen der politischen Verhältnisse, änderten sich auch die Bedingungen für die in Europa agierenden Shriner.

 

Größtenteils hatten diese ihre Mitglieder aus den in Europa stationierten US Streitkräften rekrutiert. Mit dem Abzug dieser Streitkräfte entstand ein starker Mitgliederschwund, den es nun durch die Aufnahme neuer Brüder aus den Europäischen Ländern zu kompensieren galt.

 

Nach dem Neubeginn mit nur wenigen Nobles gelang es in den vergangenen Jahren die Präsenz der Shriners in Europa wieder zu stabilisieren und eine Reihe von neuen Mitgliedern aufzunehmen.

 

Diese Mitglieder stammten nicht nur aus Ländern des "alten" Europa, wie Italien, der Schweiz oder Westdeutschland, sondern auch aus den Staaten des ehemaligen Ostblocks, wie Rumänien, der DDR oder Ex-Jugoslawien.

Der vormalige Shrine Club in Heidelberg erlangte schließlich im Jahr 2011 auch den Status eines eigenen Tempels mit dem Namen "Emirat".

 

Insgesamt zählt das Emirat Shrine Center inzwischen wieder über 500 Mitglieder und bekam mehrere Jahre in Folge seitens Shriners International, der weltweiten Shriners Dachorganisation, eine besondere Auszeichnung für sein stetiges Anwachsen.

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Das Europäische Shrine Center Emirat unterhält mittlerweile in diversen Ländern Europas, wie auch im Mittleren Osten, regionale Shrine Clubs.

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